Der Herbst bietet Fotografen ein kurzes Zeitfenster mit warmen Farben, tief stehender Sonne und wechselhaftem Wetter. Ahornbäume färben sich tiefrot, Ginkgo- und Birkenbäume werden golden, und morgens liegt Nebel über den Seen. Diese Bedingungen verleihen Herbstfotos ihren besonderen Charakter, bringen aber auch Herausforderungen mit sich: rote Blätter, die leicht ausbrennen, heller Nebel, der den Belichtungsmesser täuscht, und unruhige Hintergründe voller Äste. Wenn Sie unsere Fototipps für den Sommer befolgt haben, setzt dieser Leitfaden dieselbe saisonale Serie mit Techniken fort, die an den Herbst angepasst sind.
Um bessere Herbstfotos aufzunehmen, konzentrieren Sie sich auf fünf Dinge:
- Fotografieren Sie im weichen, tief stehenden Licht der goldenen Stunde oder an bedeckten Tagen.
- Halten Sie Herbstfarben mit dem Weißabgleich Tageslicht, einem zirkularen Polarisationsfilter und einer leichten Unterbelichtung kräftig.
- Nutzen Sie Blätter bei weit geöffneter Blende als unscharfe Vordergrundebene.
- Verwenden Sie für neblige Herbstlandschaften ein Stativ und kleine Blendenöffnungen.
- Wählen Sie 35 mm für weitläufigere Szenen und 85 mm für freigestellte Porträts.
1. Wann ist das beste Licht für Herbstfotos?
Das beste Licht für Herbstfotos gibt es in der Stunde nach Sonnenaufgang und der Stunde vor Sonnenuntergang, wenn die Sonne tief steht und warmes Licht abgibt. Auch bedeckte Tage eignen sich gut, da die Wolkendecke Schatten weicher macht und die Blattfarben im gesamten Bild gleichmäßig hält.
So nutzen Sie Herbstlicht:
- \Nehmen Sie Ahornblätter im Gegenlicht auf.\ Fotografieren Sie durch das Blätterdach eines Rotahorns in Richtung der tief stehenden Sonne. Die dünnen Blätter lassen Licht hindurch, sodass sie leuchten und ihre Blattadern deutlich sichtbar werden.
- \Belichten Sie auf die Blätter, nicht auf den Himmel.\ Verwenden Sie eine Gegenlichtblende oder Ihre Hand, um direktes Streulicht abzuhalten, wenn Sie ein klareres Bild wünschen.
- \Setzen Sie Ihre Porträts ins Gegenlicht.\ Positionieren Sie Ihr Motiv so, dass die Sonne hinter oder seitlich davon steht, zum Beispiel auf einem von Ahornbäumen gesäumten Parkweg oder unter einem gelben Ginkgobaum. Haare und Schultern erhalten einen warmen Lichtsaum, während das Gesicht gleichmäßig beleuchtet bleibt.
- \Nutzen Sie bedeckte Tage für Wälder.\ Das weiche Licht unter einer Wolkendecke ermöglicht Aufnahmen aus nahezu jeder Richtung im schattigen Wald.

2. Wie hebt man Herbstfarben bei der Herbstlaubfotografie hervor?
Um Herbstfarben bei der Herbstlaubfotografie hervorzuheben, stellen Sie den Weißabgleich auf Tageslicht oder Bewölkt ein, verwenden Sie einen zirkularen Polarisationsfilter, um Reflexionen auf den Blättern zu reduzieren, und verringern Sie die Belichtung um 1/3 bis 2/3 Blendenstufen, damit rote Blätter ihre Details behalten.
Schritt für Schritt:
- \Stellen Sie den Weißabgleich manuell ein.\ Der automatische Weißabgleich kann warme Szenen neutralisieren und das Laub flacher wirken lassen als vor Ort. Tageslicht oder Bewölkt bewahrt die warmen Farbtöne. RAW-Dateien lassen sich später weiterhin feinabstimmen.
- \Verwenden Sie einen zirkularen Polarisationsfilter.\ Er entfernt Spiegelungen auf nassen oder wachsartigen Blättern, sodass ihre tatsächliche Farbe sichtbar wird, und dunkelt einen blauen Himmel ab, sodass ein goldener Birken- oder Espenhain hervorsticht. Am stärksten ist der Effekt ungefähr 90 Grad zur Sonne.
- \Entscheiden Sie, was mit dem Wasser geschehen soll.\ Drehen Sie an einem See den Polarisationsfilter, während Sie den Bildschirm beobachten: In einer Stellung wird die Oberfläche klarer, in einer anderen bleibt die Spiegelung des farbenfrohen Ufers erhalten.
- Bewahre die Rottöne. Rote Ahornblätter verlieren schneller Zeichnung als andere Farben, daher bewahrt eine leichte Unterbelichtung ihre Textur.
- Bearbeite nach Farben, nicht global. Passe die Sättigung nur für Rot- und Orangetöne an, damit Hauttöne und Himmel natürlich bleiben.

3. Wie können herabfallende Blätter deine Herbstporträts verbessern?
Herabfallende Blätter verbessern Herbstporträts, wenn du sie nah am Objektiv platzierst und mit einer weit geöffneten Blende wie F1.4 bis F2 fotografierst. Die Blätter verschwimmen zu weichen Farbflecken, die Tiefe verleihen und störende Elemente im Bild verdecken.
Drei Möglichkeiten, Blätter im Vordergrund einzusetzen:
- Fotografiere durch Äste. Halte einen Ahornzweig wenige Zentimeter vor das Objektiv und fokussiere auf die Augen deines Motivs.
- Nutze den Boden. Halte die Kamera nah über einen Teppich aus Ginkgo- oder Ahornblättern, damit sie am unteren Bildrand ein verschwommenes Band bilden.
- Wirf Blätter in die Luft. Verwende eine Verschlusszeit von 1/500 s oder kürzer, um die Bewegung einzufrieren.
Eine lichtstarke Festbrennweite macht das einfacher. Die SIRUI Aurora-Serie bietet lichtstarke Vollformat-Autofokus-Festbrennweiten mit F1.4, die bereits bei vollständig geöffneter Blende scharf sind, sodass das Motiv klar bleibt, während Vorder- und Hintergrund verschwimmen. Mehr über die Steuerung der Unschärfe erfährst du in diesem Leitfaden zum Erzielen einer klaren geringen Schärfentiefe.
4. Warum ein Stativ für die Fotografie nebliger Herbstlandschaften verwenden?
Mit einem Stativ kannst du bei dem schwachen Licht nebliger Herbstmorgen kleine Blendenöffnungen und längere Verschlusszeiten verwenden und dabei die gesamte Szene scharf halten. Das ist besonders bei nebligen Seen, bewaldeten Tälern und Weinbergen wichtig, wenn Bäume im Vordergrund und entfernte Hügel scharf abgebildet werden sollen.
Empfohlene Einstellungen für neblige Herbstlandschaften:
| Szene | Blende | Verschlusszeit | Belichtungskorrektur |
|---|---|---|---|
| Nebeliger See oder nebliges Tal | F8–F11 | Sekundenbruchteil oder länger | +1/3 bis +2/3 EV |
| Weinberg oder Waldschichten | F8–F11 | Abhängig vom Licht; unter 1/60 s ein Stativ verwenden | 0 bis +1/3 EV |
| Bach mit herabgefallenen Blättern | F11–F16 | 0,5–2 Sekunden | 0 EV |
Eine positive Belichtungskorrektur ist bei Nebel wichtig, da heller Dunst die Kamera zur Unterbelichtung führt und weißen Nebel grau erscheinen lässt. An einem Bach glättet die längere Verschlusszeit das Wasser, während herabgefallene Ahornblätter auf den Felsen klar erkennbar bleiben.
Ein stabiles Stativ für die Landschaftsfotografie, wie das SIRUI Traveler 5CX Reisestativ aus Carbonfaser, hält diese Aufnahmen scharf und ist leicht genug, um es auf Wanderungen am frühen Morgen mitzunehmen.
5. Welche Brennweite eignet sich am besten für die Herbstfotografie?
Für die Herbstfotografie eignet sich ein 35-mm-Objektiv für Umweltporträts und weitläufigere Herbstszenen, während ein 85-mm-Objektiv ein Motiv vor verschwommenem Laub freistellt. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie viel von der Umgebung du im Bild zeigen möchtest.
| Brennweite | Was es zeigt | Die besten Herbstmotive | SIRUI-Option |
|---|---|---|---|
| 35mm (Vollformat) | Motiv plus Umgebung | Kürbisfelder, Apfelplantagen, von Ahornbäumen gesäumte Wege | Aurora 35mm F1.4 |
| 85mm (Vollformat) | Motiv vor komprimierten, verschwommenen Farben | Ein einzelner roter Ahorn, Ginkgobäume | Aurora 85mm F1.4 |
| 23mm / 56mm (APS-C) | Dieselben Einsatzbereiche an Kameras mit Crop-Sensor | Weitläufigere Szenen / Porträts | Sniper F1.2 |
Bei 35mm wird der Ort Teil der Geschichte - das ist die zentrale Idee der Umweltporträtfotografie. Porträts mit einem 85mm-Objektiv funktionieren anders: Die längere Brennweite komprimiert den Hintergrund, sodass ein einzelner farbenfroher Baum den Bildausschnitt hinter dem Motiv füllen kann. Die Aurora-Objektive sind für Sony E, Nikon Z, L-Mount und Fujifilm X erhältlich, und ihr dreifacher Schutz ist bei feuchtem Herbstwetter nützlich. Die Sniper-Serie deckt Fujifilm X, Sony E und Nikon Z APS-C-Kameras ab und bietet Augen-AF für Menschen und Tiere bei wechselndem Außenlicht.

Kurzübersicht: 5 Herbstfototipps auf einen Blick
| Tipp | Technik | Empfohlene Einstellungen | Beste Szenen |
|---|---|---|---|
| Weiches, tief stehendes Licht | Fotografieren Sie zur goldenen Stunde oder an bewölkten Tagen; verwenden Sie Gegenlicht | Belichten Sie auf die Blätter, nicht auf den Himmel | Ahorndächer im Gegenlicht, Ginkgowege |
| Herbstfarben | Tageslicht/Bewölkt-Weißabgleich, Zirkularpolfilter | -1/3 bis -2/3 EV | Rote Ahorne, Birken- und Espenbestände, Spiegelungen auf Seen |
| Blätter im Vordergrund | Fotografieren Sie durch Äste in der Nähe des Objektivs | F1.4–F2, 1/500s+ für aufgewirbelte Blätter | Porträts in Parks und Wäldern |
| Neblige Landschaften | Stativ, kleine Blende, längere Verschlusszeit | F8–F11, +1/3 bis +2/3 EV bei Nebel | Neblige Seen, Täler, Weinberge, Bäche |
| Brennweite | 35mm für Kontext, 85mm für Freistellung | Große Blendenöffnung für Porträts | Kürbisfelder, Obstgärten, einzelne Ahorne |
Abschließende Gedanken
Gute Herbstfotos entstehen, wenn man mit den Besonderheiten der Jahreszeit arbeitet: tief stehendes, warmes Licht, rote Ahorne und goldene Ginkgobäume, Morgennebel und fallende Blätter. Fotografieren Sie früh oder spät am Tag, achten Sie sorgfältig auf die Farben, beziehen Sie Blätter in die Bildkomposition ein und nehmen Sie ein Stativ mit, wenn das Licht schwächer wird. Mit einer lichtstarken Festbrennweite und einer stabilen Unterstützung können Sie während der Herbstmonate sowohl Porträts als auch Landschaften fotografieren. Wenn die Jahreszeit wieder wechselt, gilt derselbe Ansatz, wie unser Fotoguide für den Sommer zeigt.
FAQ
Welche Tageszeit eignet sich am besten für Herbstfotografie?
Die Stunde nach Sonnenaufgang und die Stunde vor Sonnenuntergang bieten warmes, tief stehendes Licht, das zu Herbstfarben passt. Auch bewölkte Tage eignen sich gut für gleichmäßig beleuchtetes Laub und Waldszenen.
Wie fotografiere ich rote Ahornblätter, ohne Details zu verlieren?
Verringern Sie die Belichtung um etwa 1/3 bis 2/3 Blendenstufen, prüfen Sie den Rotkanal im Histogramm und fotografieren Sie die Blätter zur goldenen Stunde im Gegenlicht, damit sie leuchten, ohne harte Schatten zu erzeugen.
Brauche ich für Herbstfotos einen Polarisationsfilter?
Es ist nicht erforderlich, aber ein Zirkularpolfilter reduziert Reflexionen auf Blättern und verstärkt das Blau des Himmels, wodurch Herbstfarben direkt aus der Kamera satter wirken.
Welches Objektiv eignet sich gut für Halloween-Porträts?
Ein lichtstarkes Objektiv mit Festbrennweite, etwa ein 85mm F1.4 an einer Vollformatkamera oder ein 56mm F1.2 an einer APS-C-Kamera, eignet sich gut. Die große Blendenöffnung hilft bei Abendlicht und hebt kostümierte Motive vom Hintergrund ab.


