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SIRUI Saturn V2 Tutorial für horizontale und vertikale Aufnahmen

Published on: September 09, 2026
Updated on: September 09, 2026
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SIRUI Saturn V2 Tutorial für horizontale und vertikale Aufnahmen
Vertikale Kurzform-Videos sind zu einem festen Bestandteil der Content-Erstellung geworden. Mit einem herkömmlichen anamorphotischen Objektiv bedeutet vertikales Filmen jedoch meist, auf die charakteristische horizontale Stauchung, das ovale Bokeh und die horizontalen Lichtstreifen zu verzichten, die anamorphotische Aufnahmen unverwechselbar machen. Die anamorphotische SIRUI-Saturn-V2-Objektivserie für Vollformat löst dieses Problem mit einem integrierten 90°-Drehmechanismus, sodass Creator zwischen horizontalen und vertikalen anamorphotischen Aufnahmen wechseln können, ohne das Objektiv von der Kamera abnehmen zu müssen.

Funktionsweise des Drehmechanismus der Saturn V2

Bei einem herkömmlichen anamorphotischen Objektiv hängt der Stauchungseffekt von einer festgelegten internen optischen Anordnung ab – wird das Objektiv vertikal montiert, drehen sich die Stauchungsrichtung, die ovale Bokeh-Form und die Ausrichtung der Lens Flares mit und zeigen in die falsche Richtung. Die Saturn-V2-Serie (35 mm/50 mm/75 mm, T2.9, 1,6-fache Stauchung) löst dieses Problem, indem sie die interne optische Struktur unabhängig von Objektivtubus und Anschluss dreht. Das Ergebnis: Horizontale Stauchung, ovale Unschärfe und horizontale Lichtstreifen bleiben korrekt ausgerichtet, unabhängig davon, ob Sie im Format 16:9 oder 9:16 filmen.

Schritt für Schritt: Zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung wechseln


  1. Schalter umlegen: Suchen Sie den Schalter am Objektivtubus und legen Sie ihn um, um die optische Gruppe zu entriegeln.
  2. Drehen: Drehen Sie das Objektiv um 90 Grad in die angegebene Richtung – dadurch wird die interne Optik tatsächlich neu ausgerichtet, nicht der Objektivanschluss.
  3. In Position verriegeln: Stellen Sie den Schalter zurück, um die optische Gruppe zu fixieren – ein deutliches Klicken bestätigt die Verriegelung. Überprüfen Sie anschließend im Sucher, ob das Stauchungsverhältnis korrekt aussieht, bevor Sie mit der Aufnahme beginnen.
  4. Häufiger Fehler, den Sie vermeiden sollten: Beginnen Sie niemals mit der Aufnahme, wenn der Schalter nicht vollständig zurück in die Verriegelungsposition gebracht wurde – eine leicht falsch ausgerichtete optische Gruppe verursacht eine ungleichmäßige Stauchung, die auf einem kleinen Monitor nur schwer zu erkennen ist. Prüfen Sie das Bild nach Möglichkeit auf einem externen Monitor bei höherer Vergrößerung.


Anwendungsfall 1: Vertikale Vlogs und Kurzform-Inhalte


Die meisten Vlogs und Kurzformate werden aus der Hand aufgenommen und schnell geschnitten, daher ist die Brennweite von 35 mm die praktische Wahl: Sie ist weit genug, um ein Motiv und seine Umgebung im Bild zu halten, ohne zurücktreten zu müssen – wichtig bei Aufnahmen in engen Innenräumen oder an belebten Orten im Freien.

Da der Drehmechanismus das Abnehmen des Objektivs überflüssig macht, können Creator ein sitzendes Gesprächssegment im Querformat beginnen und mitten in der Session für einen Walk-and-Talk-Einschub ins Hochformat wechseln, ohne die Kontinuität der Fokusverlagerung zu unterbrechen oder ein anderes Objektiv neu kalibrieren zu müssen. Das ovale Bokeh trägt außerdem dazu bei, ein Motiv von einem unruhigen Hintergrund abzuheben – nützlich beim Street-Style-Vlogging, bei dem sich der Hintergrund nicht kontrollieren lässt –, während die horizontalen Lens-Flare-Streifen Aufnahmen zur Goldenen Stunde oder bei Neonlicht einen filmischen Akzent verleihen, den ein herkömmliches sphärisches Objektiv nicht erzeugen würde.

Anwendungsfall 2: Werbedrehs in zwei Formaten


Bei der Produktion von Werbespots und Social Ads werden zunehmend zwei Versionen an einem einzigen Drehtag benötigt: ein horizontaler Schnitt im TVC-Stil für YouTube-Pre-Rolls oder Connected TV sowie eine vertikale Version für Instagram-Reels- oder TikTok-Feed-Anzeigen. Die vertikale Version separat neu zu drehen, verdoppelt die Kosten für Beleuchtung, Crew und Drehort und führt oft dazu, dass die beiden Schnitte leicht unterschiedlich aussehen.

Die Brennweite von 50 mm ist für diesen Anwendungsfall der praktische Mittelweg – nah genug für Produkt- oder Sprecheraufnahmen und weit genug, damit die Umgebung in beiden Ausrichtungen weiterhin erkennbar bleibt. Am Set ist der Ablauf unkompliziert: Zuerst werden die horizontalen Hero-Aufnahmen ausgeleuchtet und eingerichtet, anschließend wird das Objektiv für Nahaufnahmen und Produkteinschübe mit demselben Lichtaufbau ins Hochformat gedreht, da sich das optische Zentrum des Objektivs durch die Drehung nicht stark genug verschiebt, um eine neue Belichtungsmessung zu erfordern. So bleiben Farbe, Kontrast und Bokeh-Charakter bei beiden Versionen konsistent – ein wichtiger Aspekt, wenn ein Kunde die beiden Schnitte direkt nebeneinander vergleicht.


Anwendungsfall 3: Produktion vertikaler Musikvideos


Dieses Szenario funktioniert etwas anders als die ersten beiden, daher lohnt es sich, näher darauf einzugehen.

Musikvideos werden typischerweise sowohl in horizontalen (YouTube, Bilibili) als auch in vertikalen (TikTok, Reels, Douyin) Formaten veröffentlicht, und die visuelle Identität eines Künstlers – eine bestimmte Bokeh-Form oder ein charakteristischer F flare – ist oft das, woran Fans erkennen, „wessen Video das ist“. Wenn die horizontalen und vertikalen Fassungen mit unterschiedlichen Objektiven gedreht werden, bricht die visuelle Identität zwischen den Formaten.

Hier wird der Drehmechanismus des Saturn V2 am Set wirklich nützlich: Plane und drehe zuerst die horizontale Abdeckung, da sich das Entzerrungsverhältnis in einem horizontalen Bild am einfachsten beurteilen lässt. Wenn anschließend eine vertikale Aufnahme benötigt wird, drehe die optische Struktur desselben Objektivs für Nahaufnahmen oder Performance-Shots, ohne dass eine neue Beleuchtung oder ein separater Farbkorrekturdurchgang erforderlich ist – beide Fassungen teilen dieselbe visuelle Sprache.
Auch bei Musikvideodrehs kommen Gimbals häufig zum Einsatz. Da beim Saturn V2 beim Wechsel der Ausrichtung nur die interne Optik und nicht der gesamte Objektivkörper oder Anschluss gedreht wird, verschiebt sich der Schwerpunkt der Kamera kaum – anders als beim Objektivwechsel oder einer seitlichen Neumontage der Kamera, was normalerweise ein erneutes Ausbalancieren des Gimbals erfordern würde. Das spart an einem straffen Musikvideodrehtag wirklich Zeit. Das ovale Bokeh in vertikalen Nahaufnahmen wirkt außerdem besonders gut bei performanceorientierten Videos, die stark auf Gesichtsausdruck und Körperlinien setzen.

Abschließende Gedanken

Beim Saturn V2 geht es nicht nur darum, mit einem anamorphotischen Objektiv vertikal filmen zu können – es geht darum, dass die horizontalen und vertikalen Versionen so aussehen, als stammten sie aus demselben Dreh. Für Kurzformat-Creator, Werbeteams und Musikvideoregisseure bedeutet ein Objektiv für beide Formate weniger Nachbeleuchtung, weniger Neufarbkorrektur und dass kein zweiter Objektivsatz gemietet werden muss.

 

Anamorphes Cine-Objektiv Saturn V2 Series 35/50/75 mm T2.9 1,6x für Vollformat

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  • Vollformat | Blendenbereich T2.9–T16
  • Drehung um 90°, Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung
  • 2,84:1 aus 16:9, 2,4:1 aus 3:2-Format
  • 2:4:1- und 2:8:1-Entzerrungs-Seitenverhältnisse
  • Neutrale Streifeneffekte, ovales Bokeh
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