SIRUI Saturn V1 vs. Saturn V2: Was ist der Unterschied?
Published on: September 11, 2026
Updated on: September 11, 2026
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Die SIRUI-Saturn-Serie hat sich zu einem der beliebtesten Einstiege für Filmemacher entwickelt, die einen erschwinglichen, kompakten anamorphotischen Look für Vollformat suchen. Mit der Veröffentlichung des Saturn V2 hat SIRUI den grundlegenden Charakter des ursprünglichen Objektivs beibehalten und gleichzeitig ein wichtiges Upgrade für die moderne, auf vertikale Inhalte ausgerichtete Erstellung ergänzt. Hier ist eine vollständige Übersicht darüber, was sich zwischen den beiden Generationen geändert hat – und was nicht.
Wichtige Unterschiede: Saturn vs. Saturn V2
Seitenverhältnis
Saturn (V1)
Saturn V2
Aufnahmeausrichtung
Feste horizontale Halterung
Der integrierte Entriegelungs- und Drehmechanismus ermöglicht den direkten Wechsel zu vertikalen Aufnahmen, ohne das Objektiv abzunehmen
Vertikale Entzerrungsverhältnisse
Nicht unterstützt (keine vertikalen Aufnahmen möglich)
Ein 9:16-Sensor wird auf etwa 0,9:1 entzerrt; ein 2:3-Sensor auf etwa 1,07:1 (nahezu quadratisch)
Farbe des Flares
Sowohl mit blauem als auch mit neutralem Flaring erhältlich
Erzeugt ein neutrales Flaring, das sich an die Farbe der Lichtquelle anpasst
Verarbeitung und Handhabung
Standard-Griffdurchmesser; funktionale, aber einfache Konstruktion
Dickere, griffigere Fokus- und Blendenringe; robustere, drehfertige Konstruktion, die sich stärker wie die hochwertige Ironstar-Serie (1,5x) von SIRUI anfühlt
Der Drehmechanismus ist das entscheidende Upgrade des V2 und ermöglicht vertikale Entzerrungsverhältnisse, die der ursprüngliche Saturn schlicht nicht erzeugen kann. Bei horizontaler Ausrichtung verwenden beide Generationen dieselbe Entzerrungsberechnung: Ein 3:2-Sensor wird auf ein Seitenverhältnis von 2,4:1 entzerrt, ein 16:9-Sensor auf ein Seitenverhältnis von 2,8:1.
Verzeichnung
Das Verzerrungsverhalten ist bei beiden Generationen im Wesentlichen gleich. Die 35-mm-Brennweite zeigt die deutlichste kissenförmige Verzeichnung, die zu den Bildrändern hin stärker wird. Die Optionen mit 50 mm und 75 mm zeigen eine deutlich mildere Ausprägung desselben Musters. Wenn du vom ursprünglichen Saturn kommst, wird dich der V2 in dieser Hinsicht nicht überraschen – der optische Charakter wurde weitgehend unverändert übernommen.
Was gleich geblieben ist
Squeeze-Faktor: Beide Generationen sind anamorphotische Objektive mit 1,6-facher Entzerrung.
Brennweiten: Beide sind mit 35 mm, 50 mm und 75 mm erhältlich, jeweils mit T2.9.
Nur manueller Fokus: Keine der beiden Generationen bietet Autofokus, daher ist entweder ein Follow-Focus-System oder sicheres manuelles Fokussieren erforderlich.
Vorderes Filtergewinde: Beide Generationen verwenden über alle drei Brennweiten hinweg ein einheitliches 62-mm-Filtergewinde, sodass Filter und Step-up-Ringe generationsübergreifend verwendet werden können.
Allgemeiner Bildcharakter: Beide liegen zwischen klinisch wirkenden sphärischen Objektiven und stark stilisiertem anamorphem Glas – scharf genug für den praktischen Einsatz, aber mit genügend Charakter (Flares, ovales Bokeh, letterboxartige Streckung), um klar als anamorphes Filmmaterial erkennbar zu sein.
Flar-Stil: Beide teilen den markanten, kompromisslosen Flar-Charakter, für den die Saturn-Serie bekannt ist – breite horizontale Flares mit etwas vertikalem Ghosting, die sichtbar sein sollen, statt unterdrückt zu werden.
Horizontale De-Squeeze-Verhältnisse: Bei standardmäßiger horizontaler Ausrichtung entzerren beide Generationen identisch – ein 3:2-Sensor erzeugt ein Seitenverhältnis von 2,4:1, ein 16:9-Sensor ein Seitenverhältnis von 2,8:1.
Abschließende Gedanken
Das Saturn V2 ist keine vollständige optische Neuentwicklung – es ist eine Weiterentwicklung der Generation, die auf eine klare Priorität ausgerichtet ist: anamorphes Filmen für vertikale, mobil ausgerichtete Inhalte praktikabel zu machen, ohne den flareintensiven Charakter aufzugeben, der das originale Saturn so beliebt gemacht hat. Wenn dein Workflow ausschließlich horizontal ist und du bereits das originale Saturn besitzt, ist das Upgrade weniger dringend. Aber für Creator, die regelmäßig für vertikale Plattformen drehen, ist allein der integrierte Drehmechanismus ein bedeutender Schritt nach vorn.
FAQ
Ist das Saturn V2 ein völlig neues optisches Design?
Nein. Der grundlegende optische Charakter – der Flar-Stil, das Verzeichnungsmuster und die allgemeine Bildqualität – ist dem originalen Saturn sehr ähnlich. Die wichtigste Änderung betrifft die Mechanik (der Drehmechanismus) und die Optik des Gehäuses (Verarbeitungsqualität).
Kann ich meine vorhandenen Filter des originalen Saturn am V2 verwenden?
Ja. Beide Generationen verfügen bei den Brennweiten 35 mm, 50 mm und 75 mm über dasselbe 62-mm-Filtergewinde an der Vorderseite.
Unterstützt das Saturn V2 den Autofokus?
Nein, sowohl das originale Saturn als auch das Saturn V2 sind ausschließlich manuell fokussierbare Cine-Objektive.
Was ist der Hauptgrund für ein Upgrade von Saturn auf Saturn V2?
Der integrierte Mechanismus zur vertikalen Drehung ermöglicht den Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Aufnahme, ohne das Objektiv abnehmen zu müssen – ein großer Vorteil für Creator, die Inhalte für vertikale Plattformen produzieren.
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