Was ist ein anamorphotisches Objektiv? | Definition und Funktion
Anamorphotische Objektive sind zum Synonym für cineastische Bilder und den einzigartigen „Widescreen“-Look geworden, den wir häufig mit Filmen verbinden. Aber was genau ist ein anamorphotisches Objektiv? Was bedeutet „anamorphotische Objektive“? Einfach ausgedrückt ist ein anamorphotisches Objektiv ein spezielles Objektiv, das den horizontalen Bildwinkel komprimiert und so eine breitere Szene auf einem standardmäßigen Kamerasensor erfasst. Diese Kompression erzeugt ein besonderes Seitenverhältnis, das typischerweise durch eine größere Breite und eine geringere Höhe gekennzeichnet ist. Die meisten anamorphotischen Objektive erzeugen je nach Squeeze-Faktor ein Widescreen-Seitenverhältnis von etwa 2:1 oder 2,4:1. Ein erwähnenswerter Kompromiss besteht darin, dass dieses breitere Verhältnis nach dem Entzerren des Materials in der Postproduktion häufig zu schwarzen Balken über und unter dem Bild führt – ein kleiner Preis für die cineastische Breite, für die anamorphotische Objektive bekannt sind.
Der Begriff „anamorphotisch“ selbst stammt vom griechischen Wort für „verwandeln“ – ein passender Ursprung für ein Objektiv, das dafür entwickelt wurde, die Art und Weise zu verändern, wie eine Szene aufgenommen und später projiziert wird. Die Definition eines anamorphotischen Objektivs wird im Vergleich zu anderen Objektivtypen deutlich. Anders als herkömmliche Objektive, die Bilder in einem Seitenverhältnis von 1:1 aufnehmen, ermöglichen anamorphotische Objektive durch die Erweiterung des horizontalen Bildwinkels ein immersiveres und cineastischeres Erlebnis. Ein herkömmliches sphärisches Objektiv ahmt das menschliche Auge nach und gibt eine Szene ohne zusätzliche Formverzerrung wieder. Ein anamorphotisches Objektiv verwendet dagegen ein längliches, oval geformtes optisches Element, um einen größeren Bildwinkel auf dem Sensor zu komprimieren. Dadurch kann es mehr von der Szene aufnehmen als ein sphärisches Objektiv, ohne dass ein physisch größerer Sensor erforderlich ist. In Kombination mit einem passenden Objektivadapter oder einer Kamera mit integrierten anamorphotischen Funktionen eröffnen diese Objektive eine Welt kreativer Möglichkeiten.

Warum Filmemacher und Fotografen den anamorphotischen Look lieben
Der Hauptzweck eines anamorphotischen Objektivs besteht darin, die Ästhetik und Bildsprache der Filmwelt nachzubilden. Durch die Aufnahme eines breiteren Bildausschnitts bieten anamorphotische Objektive eine umfassendere Ansicht der Szene und betonen die Größe, Tiefe und Dimension des Motivs. Sie erzeugen ein Gefühl von Tiefe und Räumlichkeit mit einzigartigen Lens Flares und charakteristischem Bokeh und verbessern so die visuelle Gesamtwirkung des Storytellings. Viele Kreative setzen außerdem auf Rack-Fokus – den sanften Übergang zwischen scharf und unscharf dargestellten Bildelementen innerhalb einer einzigen Aufnahme –, um den Blick des Betrachters genau dorthin zu lenken, wo sie ihn haben möchten.
Anamorphotische Objektive werden häufig beim Filmemachen eingesetzt, um den klassischen cineastischen Look zu erzielen. Sie erfreuen sich jedoch auch in der Fotografie zunehmender Beliebtheit, da Fotografen ihren Standbildern einen Hauch filmischer Magie verleihen können. Mit anamorphotischen Objektiven lassen sich atemberaubende Landschaften, faszinierende Porträts und eindrucksvolle Straßenszenen aufnehmen – alles mit einer unverwechselbaren cineastischen Note. Sie sind außerdem nicht auf weitläufige Weitwinkelaufnahmen beschränkt: Anamorphotische Optiken eignen sich ebenso für gestochen scharfe, verzerrungsfreie Nahaufnahmen und geben Fotografen auch bei engeren Bildkompositionen viel Spielraum für Perspektive und Fokus.

Anamorphotische Objektive von SIRUI zum Entdecken
Anamorphotische Objektive sind für ihre charakteristischen Lens Flares bekannt – einige erzeugen einen klassischen blauen Streifen, während andere Flares in natürlichen, warmen Farbtönen darstellen, die viele Fotografen für alltägliche Aufnahmen noch vielseitiger finden. Das SIRUI Venus 135mm T2.9 1.8x ist beispielsweise für seinen charakteristischen blauen Flare und sein faszinierendes ovales Bokeh bekannt. Möglich wird dies durch die horizontale Kompression des Bildes – ein anschauliches Beispiel dafür, wie anamorphotische Optiken sowohl Licht als auch Hintergrundunschärfe in etwas unverwechselbar Cineastisches verwandeln.
Wenn du dein eigenes anamorphotisches Set zusammenstellen möchtest, sind hier drei SIRUI-Objektive, die du dir ansehen solltest:
SIRUI Saturn 35/50/75mm T2.9 1.6x — Ein anamorphotisches Vollformatobjektiv aus Carbonfaser, das eine leichte Bauweise mit einem attraktiveren Preis kombiniert. Damit bietet es einen hervorragenden Einstieg in die anamorphotische Aufnahme, ohne beim cineastischen Charakter Kompromisse einzugehen. Verfügbar mit Sony E mount, Canon RF mount, Nikon Z mount, Fuji X mount, Leica L mount und DL mount.
SIRUI Astra 50/75/100mm T1.8 1.33x — Das weltweit erste anamorphotische Vollformatobjektiv mit Autofokus. Für Fotografen und Run-and-Gun-Filmemacher, die den anamorphotischen Look wünschen, ohne auf den Komfort des Autofokus zu verzichten, schließt die Astra-Serie diese Lücke. Verfügbar mit Sony E mount, Leica L mount und Nikon Z mount.
SIRUI IronStar 35/45/60/75/100/135mm T1.9 1.5x — Mit dem größten Brennweitenbereich der Serie wurde IronStar für Kreative entwickelt, die Flexibilität bei Porträts, Landschaften und Produktaufnahmen benötigen und dabei eine einheitliche anamorphotische Ästhetik von Objektiv zu Objektiv beibehalten möchten. Verfügbar mit austauschbarem EF und PL mount.
Abschließende Gedanken
Ob dich das Widescreen-Seitenverhältnis, die charakteristischen Flares oder das verträumte ovale Bokeh ansprechen – anamorphotische Objektive bieten eine besondere Möglichkeit, cineastisches Storytelling sowohl in die Filmproduktion als auch in die Fotografie zu integrieren. Vom klassischen Charakter des Venus 135mm bis zur Vielseitigkeit von Saturn, Astra und IronStar bietet die anamorphotische Produktpalette von SIRUI Kreativen zahlreiche Wege zu diesem einzigartigen optischen Look – unabhängig von Budget und Aufnahmestil.
