SIRUI Saturn vs. Venus: Welches anamorphotische Vollformatobjektiv passt zu deinem Dreh?

Published on: August 05, 2026
Updated on: August 05, 2026
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SIRUI Saturn vs. Venus: Welches anamorphotische Vollformatobjektiv passt zu deinem Dreh?
Die Wahl zwischen zwei Objektiven derselben Marke ist oft schwieriger als die Wahl zwischen zwei völlig unterschiedlichen Marken. Genau vor dieser Entscheidung stehen viele Filmemacher beim Vergleich der anamorphotischen Produktlinien SIRUI Saturn und SIRUI Venus. Beide bieten dieselbe 1,6-fache Squeeze-Kompression, die charakteristischen blauen Lens Flares und dieselben kinematografischen Seitenverhältnisse von 2,4:1 und 2,8:1 – daher hängt die Entscheidung meist davon ab, wie und wo das Objektiv tatsächlich eingesetzt wird.
Dieser Leitfaden erläutert die tatsächlichen Unterschiede zwischen den beiden Serien – vom Gehäusematerial bis zur Abdeckung der Brennweiten –, damit die Wahl leichter fällt.

Was sind die wichtigsten Unterschiede zwischen SIRUI Saturn und Venus?

SIRUI Saturn und Venus sind beide anamorphotische Vollformatobjektivserien mit 1,6-facher Squeeze-Kompression sowie übereinstimmenden Blenden- und Lens-Flare-Eigenschaften. Saturn verwendet über drei Brennweiten hinweg einen leichten Kohlefaser-Tubus für mobile Rigs, während Venus über sechs Brennweiten ein Gehäuse aus Aluminiumlegierung für eine vollständige Studioabdeckung bietet.
Technische Daten Saturn Venus
Squeeze-Kompression Konstant 1,6-fach 1,6-fach (135 mm bei 1,8-fach); 2-fach mit optionalem 1,25-fach-Adapter
Brennweiten 35 mm / 50 mm / 75 mm 35 mm / 50 mm / 75 mm / 100 mm / 135 mm / 150 mm
Blendenbereich T2.9–T16 T2.9–T16
Tubusmaterial Vorderer Tubus aus Kohlefaser Gehäuse aus Aluminiumlegierung
Anschlussoptionen E / RF / L / DL / X / Z E / RF / L / Z
Gewicht (35 mm) Ca. 415–418 g Ca. 934–971 g
Länge (35 mm) Ca. 101 mm Ca. 118–121 mm
Kürzeste Einstellentfernung 0.9m 0.9m
Lens Flare Blaue oder neutrale Lens-Flare-Optionen Klassischer blauer Lens Flare
Am besten geeignet für Gimbals, Drohnen, Aufnahmen aus der Hand im Run-and-Gun-Stil Studio- und Produktionen mit mehreren Kameras
Nachdem die gemeinsamen technischen Daten geklärt sind, lässt sich leichter herausarbeiten, was die beiden Serien tatsächlich voneinander unterscheidet.

Was unterscheidet die SIRUI-Venus-Serie?

Die SIRUI-Venus-Serie umfasst sechs anamorphotische Vollformatobjektive mit Brennweiten von 35 mm bis 150 mm und einem robusten Gehäuse aus Aluminiumlegierung. Über alle Brennweiten hinweg bietet sie konsistente Farbtöne und eine gleichbleibende Squeeze-Kompression und eignet sich daher besonders für Produktionen mit mehreren Kameras und Studioumgebungen.
Die anamorphotische Vollformatobjektivserie SIRUI Venus ist die umfangreichere der beiden Produktlinien und umfasst sechs Brennweiten von 35 mm bis hin zu 150 mm. Dieser Bereich deckt alles ab – von weitwinkligen Übersichtseinstellungen bis zu verdichteten Teleporträts. Alle Objektive bieten eine konsistente 1,6-fache Squeeze-Kompression, aufeinander abgestimmte Farbtöne und identische Zahnkranzpositionen.
Diese Konstanz macht Venus zu einer guten Wahl für Produktionen, bei denen während eines Drehs die Objektive gewechselt werden müssen, ohne die visuelle Kontinuität einer Szene zu beeinträchtigen. Das Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung sorgt für Langlebigkeit und ein vertrauenerweckendes Gewicht am Set, während die 135-mm-Variante für einen ausgeprägteren anamorphotischen Charakter bei Nahaufnahmen und Porträts auf einen 1,8-fachen Squeeze-Faktor erhöht. Für Teams, die ebenfalls einen noch stärkeren Squeeze-Faktor wünschen, steigert der optionale anamorphotische 1,25-fach-Adapter das Verhältnis auf 2x und erzeugt ein auffälligeres ovales Bokeh sowie stärker gestreckte Hintergründe, ohne das Objektiv wechseln zu müssen.

Was unterscheidet die SIRUI-Saturn-Serie?

Die SIRUI-Saturn-Serie stellt geringes Gewicht über einen großen Brennweitenbereich und verwendet einen vorderen Tubus aus Kohlefaser, der das 35-mm-Objektiv auf etwa 415–418 g bringt. Sie wurde für Gimbals, Drohnen und handgeführte Rigs entwickelt, bei denen jedes Gramm die Balance und Beweglichkeit beeinflusst.
Das anamorphotische Vollformat-Objektiv SIRUI Saturn 35 mm aus Kohlefaser verfolgt einen anderen Ansatz. Statt den Brennweitenbereich zu priorisieren, setzt Saturn auf geringes Gewicht. Sein vorderer Tubus aus Kohlefaser reduziert das Gewicht der 35-mm-Version auf etwa 415–418 g – weniger als die Hälfte des entsprechenden Venus-Objektivs –, während das Objektiv weiterhin denselben konstanten 1,6-fachen Squeeze-Faktor und die maximale Blendenöffnung T2.9 bietet.
Dieser Gewichtsunterschied ist vor allem abseits eines Stativs relevant. Saturn wurde für Gimbals, handgeführte Stabilisatoren, FPV-Drohnen und Fahrzeug-Rigs entwickelt, bei denen jedes Gramm die Balance und die Akkulaufzeit beeinflusst. Außerdem bietet dieses Objektiv die größte Auswahl an Anschlüssen und ist in sechs Konfigurationen erhältlich, darunter DL- und X-Mounts. Dadurch lässt es sich leichter an eine größere Auswahl an Cine- und spiegellosen Kameras anpassen.

Was hat der Praxistest zwischen Saturn und Venus ergeben?

In einem direkten Vergleich stellte der Tester fest, dass beide Objektivsets eine hohe Schärfe in der Bildmitte und gut kontrollierte chromatische Aberrationen bieten, sich jedoch bei der Konstanz des Squeeze-Faktors, der Farbwiedergabe und der Bokeh-Form unterscheiden. Saturn hielt bei der Nahfokussierung einen konstanteren Squeeze-Faktor, während Venus einen deutlich wärmeren Farbstich erzeugte.

Beide Sets waren bei T2,9 in der Bildmitte scharf und erreichten ihre höchste Schärfe etwa bei T4; außerdem zeigten sie eine ähnliche, bei 35 mm am stärksten ausgeprägte tonnenförmige Verzeichnung. Saturn behielt von der Naheinstellgrenze bis unendlich ein konstantes Squeeze-Verhältnis von 1,6x bei, während sich das Squeeze-Verhältnis von Venus bei kurzer Fokussierentfernung leicht veränderte – eine subtile Änderung, die sich bei Nahaufnahmen auf die Form des Motivs auswirken kann.

Farbe und Bokeh waren die deutlichsten Unterschiede: Venus tendierte leicht zu warmen Farbtönen und erforderte beim Objektivwechsel einen erneuten Weißabgleich, während Saturn selbst nur eine minimale Farbverschiebung zeigte. Bei 50 mm und 75 mm erzeugte Saturn außerdem ein etwas stärker längliches, ovales Bokeh als die rundere Form von Venus.

Da Saturn über 50 % leichter war, ließ es sich einfacher auf einem Gimbal einsetzen, während sich das schwerere Venus-Set auf größeren Cinema-Kameras ohne kamerainterne Stabilisierung stabiler anfühlte und eher eine Objektivstützschiene benötigte. Eine Unstimmigkeit ist erwähnenswert: Das Filtergewinde von Saturn variiert je nach Brennweite (58 mm beim 35-mm-Objektiv, 62 mm beim 50-mm- und 75-mm-Objektiv), während Venus durchgehend ein einheitliches 82-mm-Gewinde verwendet.

Beim Flare-Test wurde ein Saturn-Objektiv mit neutraler Beschichtung einem Venus-Objektiv mit blauer Beschichtung gegenübergestellt, daher ist die Farbe der Flares nicht direkt vergleichbar. Intensität und Kontrastverhalten der Flares waren jedoch ähnlich, wobei Saturn bei direktem Licht eine etwas stärkere Kontrastaufhellung zeigte.

Was ist der Unterschied zwischen anamorphotischen und sphärischen Objektiven?

Anamorphotische Objektive komprimieren das Bild in der Kamera horizontal und ziehen es in der Postproduktion wieder auseinander, um Breitbildaufnahmen, ovales Bokeh und horizontale Lens Flares zu erzeugen. Sphärische Objektive komprimieren das Bild nicht und können daher diese optischen Eigenschaften nicht reproduzieren.
Bevor man sich zwischen Saturn und Venus entscheidet, sollte man sich daran erinnern, warum anamorphotische Objektive überhaupt sphärischen vorgezogen werden. Anamorphotische Optiken komprimieren das Bild bereits in der Kamera horizontal, bevor es in der Postproduktion wieder auseinandergezogen wird, um ein Breitbildformat, ovales Bokeh und horizontale Lens Flares zu erzeugen, die sphärische Objektive schlicht nicht reproduzieren können. Das Squeeze-Verhältnis – bei Saturn und Venus jeweils 1,6x – bestimmt, wie stark diese Streckung und Kompression im finalen Bild wirken.
Da beide Serien dasselbe Squeeze-Verhältnis, denselben Blendenbereich und dieselbe Naheinstellgrenze haben, lassen sich Aufnahmen mit Saturn- und Venus-Objektiven problemlos zusammenschneiden. Das bedeutet, dass eine Produktion nicht ausschließlich auf eine Serie festgelegt ist: Ein Saturn-Objektiv kann mitten in einer Szene, die hauptsächlich mit Venus-Festbrennweiten gedreht wurde, für eine Drohnenaufnahme eingesetzt werden, ohne dass ein sichtbarer Look-Unterschied entsteht.

SIRUI Saturn vs. Venus: Welche Serie solltest du wählen?

Wähle Saturn für leichtes, mobiles Filmen mit Gimbals, Drohnen oder aus der Hand. Wähle Venus für Studio- und narrative Produktionen, die eine vollständige, einheitliche Brennweitenfamilie vom Weitwinkel bis zum Teleobjektiv benötigen. Viele Teams verwenden beide Serien gemeinsam.
Für Solo-Filmer, Run-and-Gun-Dokumentarfilme oder alle, die ein Objektiv an einem Gimbal oder einer Drohne montieren, ist die SIRUI Saturn-Serie die praktischere Wahl. Die Konstruktion aus Kohlefaser hält das Rig ausgewogen und leicht, und die sechs Anschlussoptionen erleichtern die Anpassung an vorhandenes Equipment.
Für narrative Produktionen, Studioaufbauten oder jedes Projekt, das von einer vollständigen Brennweitenfamilie profitiert – von der Weitwinkelabdeckung mit 35 mm bis zum komprimierten 150-mm-Teleobjektiv –, bietet die SIRUI Venus-Serie mehr Flexibilität, um ein vollständiges anamorphotisches Set zusammenzustellen, ohne mitten im Projekt die Marke oder Ästhetik wechseln zu müssen.
Viele professionell arbeitende Filmemacher besitzen letztendlich Objektive aus beiden Serien: Venus-Festbrennweiten für den Großteil der Dreharbeiten und ein Saturn-Objektiv als Reserve für Aufnahmen, bei denen Bewegung gefragt ist.

Häufig gestellte Fragen

Sind die SIRUI Saturn- und Venus-Objektive mit derselben Kamera kompatibel?

Beide Serien sind mit den Anschlüssen E, RF, L und Z erhältlich, sodass die meisten spiegellosen Vollformatkameras beide Produktlinien verwenden können. Saturn bietet zusätzlich DL- und X-Anschlüsse.

Kann ich Saturn- und Venus-Objektive in derselben Produktion kombinieren?

Ja. Da beide dieselbe 1,6-fache Stauchung, den Blendenbereich T2,9–T16 und blaue Lens-Flares bieten, lassen sich Aufnahmen der beiden Serien beim Zusammenschnitt gut miteinander kombinieren.

Welches anamorphotische SIRUI-Objektiv ist leichter?

Das Saturn 35 mm wiegt dank seines vorderen Laufs aus Kohlefaser etwa 415–418 g und damit deutlich weniger als das Venus 35 mm mit je nach Anschluss ungefähr 934–971 g.

Bietet die Venus-Serie einen stärkeren anamorphotischen Look als Saturn?

Die Kernserien bieten beide dieselbe 1,6-fache Stauchung. Das Venus 135 mm erhöht sie auf 1,8x, und beide Serien können mit dem optionalen anamorphotischen 1,25x-Adapter eine 2-fache Stauchung erreichen.

 

SIRUI Saturn T2,9 1,6x anamorphotisches Vollformatobjektiv aus Kohlefaser

SIRUI Saturn T2,9 1,6x anamorphotisches Vollformatobjektiv aus Kohlefaser

  • Deckt Vollformatsensoren ab
  • Blendenbereich: T2,9 bis T16
  • Neutrale Streifeneffekte, ovales Bokeh
  • Leichter Lauf aus Kohlefaser
  • 2,4:1- und 2,8:1-Seitenverhältnisse nach der Entzerrung
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